von herbyei » 17.01.2019, 20:21
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das ist doch ein altbekanntes spiel und wird auch auf anderen ebenen angewendet. typisches beispiel: der meister gibt seinem mitarbeiter eine abmahnung wegen fehlverhaltens - der mitarbeiter wehrt sich vor dem arbeitsgericht und verklagt seinen arbeitgeber auf zurücknahme - der arbeitgeber sagt, nein, die ist gerechtfertigt und ich habe den meister als zeugen. - damit steht der arbeitgeber 2:1 gegenüber seinem mitarbeiter. demzufolge reicht auch ein ausgleich des mitarbeiters nicht, wenn er einen zeugen als gegenbeweis hat = 2:2, er benötigt zwei zeigen um 2:3 gegenüber seinem arbeitgeber erfolgreich mit der zurücknahme durchzukommen.
bei den ordnungshütern gibt es noch ein weiteres spiel, was sehr oft so erfolgt. im einsatz sind regelmäßig zwei, bezeichnen wir sie mal mit lang und kurz. lang sieht was und stellt fest und will dem dick damit an den kragen. kurz schreibt den bericht zu lasten von dick und unterschreibt den bericht, in dem lang als zeuge dafür angegeben wird. dick wehrt sich und geht vor gericht. der richter lädt die beiden zeugen lang und kurz. - da wie bekannt die ordnungshüter als ehrlich sich mit dem richter verbünden, meist kennen sie sich auch schon jahre, wäre es 3:1. der dick bräuchte also entsprechende nachweise die den sachverhalt total erschüttert oder drei zeugen, dass es 3:4 für ihn steht. lang und kurz werden als zeugen bestätigen was in dem bericht steht. - nur wer die akte kennt, kann auch entsprechend darauf eingehen und auch die beiden zeugen richtig befragen. nicht selten kommt es dann dazu, dass kurz einräumen muss, es gar nicht festgestellt zu haben, das hat ihm sein kollege so erzählt und deshalb wurde der bericht so geschrieben. - alles klar? - das 3:1 reduziert sich auf 2:1 und dick benötigt nur noch zwei zeugen.
Viele Grüße Herb
Eine Breze ist eine Breze und kein 8-Brötchen.