Probleme in Spitzkehren

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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon Eifelbiker » 02.07.2018, 08:30

Passend zum Thema war ich Gestern mit 2 Schützlingen an den einzigen Spitzkehren der Gegend zum Üben dieser winkG

Was immer wieder schön zu sehen ist, ist das Leute Spitzkehren falsch anfahren und das eben einige Fehler und Schwierigkeiten produziert, und auch, das Leute eben nicht vor der Kehre das kräftige Bremsen erledigt haben und ihnen der Weg zum spitzen Umlegen + Durchrollen ( mit passender Rückbrems-"Einbremsung" ) ausgeht scratch

Links herum geht´s meist noch einigermaßen aber rechts herum kommen ungeübte doch nahezu immer auf der Gegenfahrbahn heraus, weil sie diese schlicht falsch anfahren und zu früh (instinktiv) umlegen scratch

Habe den beiden dann mit ihren Bikes gezeigt das Spitzkehren mit jeden Bike sauber zu fahren sind. Eine 1250 Bandit ebenso wie die andere eine KTM 1290. Diese allerdings liebt Spitzkehren und wischt da einfach problemlos durch wie nichts.

Das kann unsere R aber auch sehr passabel ThumbUP wobei die KTM in bergab Spitzkehren wohl das Referenzbike sein dürfte scratch
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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon TTom » 02.07.2018, 22:38

Also ich bremse immer in die Kurven rein, und seit dem Schaltassi auch inklusiv runterschalten! Die Kunst ist m.E. nicht das runde außen herum sondern das etwas eckige starke Abwinkeln. Entweder bremsen oder unter Zug, Hauptsache kein eiriges Gerolle.
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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon Serpel » 03.07.2018, 05:14

TTom hat geschrieben:Also ich bremse immer in die Kurven rein, und seit dem Schaltassi auch inklusiv runterschalten! Die Kunst ist m.E. nicht das runde außen herum sondern das etwas eckige starke Abwinkeln. Entweder bremsen oder unter Zug, Hauptsache kein eiriges Gerolle.

ThumbUP ThumbUP

Gruß
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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon Andreas_Q » 03.07.2018, 05:22

Bei all der Diskussion sollte man sich auch bewusst sein dass wir hier auf öffentlichen Straßen Fahren.
Was mir auf dem Sicherheitstraining letztes Jahr bei Fahrtrainings auf der Straße mit entsprechenden Feedback noch einmal deutlich wurde ist wie spät man in Kehren tatsächlich einlenken soll um eine gute Linie zu fahren. Auch hilft so ein Training mit Feedbackrunden sich wieder mal ganz bewusst mit der Linien und Blickführung auseinander zu setzten.

https://www.vivalamopped.comhttps://www ... von-kurven
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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon Kajo » 03.07.2018, 06:44

Zum Thema hier noch ein Link zum "Hinterschneiden":

https://www.vivalamopped.com/motorrad-a ... rschneiden

Ansonsten kann ich Andreas_Q nur beipflichten "sollte man sich bewusst sein, dass wir hier auf öffentlichlichen Straßen fahren"
Von daher bleibt auf "Eurer Spur" und von der Mittellinie weg.

Gruß Kajo
Man muss die Schuld auch mal bei Anderen suchen.
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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon herbyei » 03.07.2018, 08:46

.
betrachtet man den eingangsthread, wird klar, dass andy noch mit sich selber beschäftigt ist, trotz eines fahrsicherheitstrainings hat er das wegrutschen im kopf. jedes rutscherle verstärkt das noch, da auch die korrekte handhabe in den alpen fehlt.

https://www.bike-on-tour.com/unterwegs/ ... en-fahren/

war am wochende 1200km, davon 400km reine dolos, in den alpen unterwegs. - was ich da alles gesehen und schnell hinter mir gelassen habe. pässe fahren ist was anderes als landstraße und da sind viele flachlandtiroler überfordert.
abhilfe schafft hier nur jemand zu finden an den man sich anhängen kann um sich die eigenheiten dort zeigen zu lassen und zu erlernen.

hilfreich für den ein und anderen wäre jedenfalls an so etwas teilzunehmen:
http://www.motorrado.de/fahrtechnik-alp ... radfahrer/
Viele Grüße Herb

Eine Breze ist eine Breze und kein 8-Brötchen.
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Re: Probleme in Spitzkehren

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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon TTom » 03.07.2018, 21:56

Für Kurven und Kehren bedarf es einen klaren, theoretischen Bewegungsentwurfs. Wer den nicht auf Papier darstellen kann, wird ihn in der Praxis erst recht nicht abfahren können. Man kann nur etwas üben, was man als Bild im Kopf hat. Alles andere ist das Kultivieren von Unfertigkeiten. Wer die dann in der Kurve überholt, ist kein Raser, sondern ein besserer Fahrer.
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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon Kurvensuchti » 03.07.2018, 23:38

Einfach mal an so einer Spitzkehre Pause machen, um andere zu beobachten.
Was glaubt ihr was man da zu sehen bekommt.
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Horst Saiger (06/2014 ... nach seinem Sturz bei der TT)
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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon Andreas_Q » 04.07.2018, 06:08

Kurvensuchti hat geschrieben:Einfach mal an so einer Spitzkehre Pause machen, um andere zu beobachten.
Was glaubt ihr was man da zu sehen bekommt.


Das war sogar ein Programmponkt bei meinem Mopped Fahrsicherheitstraining.... es ist nicht nur interessant zu sehen was andere Moppedfahrer machen sondern auch wie Autos da durchfahren. Da kann man sich mal Gedanken machen wie viel oder wenig Platz bleibt wenn man als Moppedfahrer im falschen Moment da entgegenkommt.....
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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon Maddy1313 » 04.07.2018, 06:41

Bei Spitzkehren fängt es bei der grundsätzlichen Kurventechnik schon an.
Es ist oft einfacher die Maschine zu Drücken statt "normal" in Schräglage zu fahren.
Spart außerdem Platz, manchmal gibt's ja auch Gegenverkehr.
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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon Bernie_ZA » 04.07.2018, 06:53

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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon Eifelbiker » 04.07.2018, 20:29

Nussel hat geschrieben:
andyr62 hat geschrieben:dass mir beim Bremsen in den
Spitzkehre öfter mal das Hinterrad weggerutscht ist

Ich meine das so, bis zum Scheitelpunkt abbremsen und Schräglage erhöhen. Am Scheitelpunkt ist dann
die max. Schräglage, die man dann bis zum Kurvenausgang wieder reduziert. Wenn man kurz nach dem
Scheitelpunkz merkt, dass man zu schnell ist, oder nach außen getragen wird, kann man die Schräglage
erhöhen, oder bremsen so wie ich, weil ich dann bissel Schiss bekomme


Ich verstehe die Fahrweise nicht. In Spitzkehren Bremsen kenne ich nicht, man bremst vor der Spitzkehre und in der Spitzkehre hängste meist schon in Schräglage wieder am Gas und zitterst schon bis Du es aus der Kurve raus aufziehen kannst.

Beim Bremsvorgang vor der Kurve geht schonmal das Hi Rad hoch.


Einspruch winkG natürlich bremst man auch in der Spitzkehre in der Phase des Richtungswechsel. Idealerweise mit der Rückbremse... was ja auch in jeden ADAC Grundkurs erwähnt, gelehrt und praktitziert wird ( Kreise, Abbiegen, Serpentienen, Spitzkehren eben alles was das Stabilsieren des Bikes braucht winkG

Natürlich sollte ( ist ja klar ) das kräftige Bremsen auf die ideale Einleitgeschwindigkeit vorher erledigt sein... vor der Kurve sonst wird unruhig und unharmonisch scratch
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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon Mavro » 05.07.2018, 06:35

@Eifelbiker: Natürlich bremst Du NICHT mit der Hinterradbremse!
Du hast da kaum Bremswirkung und ein rutschendes oder ratternd-regelndes Hinterrad kosten den Anfänger viel zu viel Aufmerksamkeit!

Du bremst vor der Kurve und beim Einlenken reduziert man mit der Einlenkbewegung den Bremsdruck. Hierbei nutzt man auch beim Supersportler das Drücken. Ich lasse dabei die Maschine nach innen kippen und fange sie dabei mit dem Aufziehen von Gas (und ggf. dem Kommenlassen der gezogenen Kupplung) über den Hinterreifen ab und drücke sie dann mit dem Gas hoch und aus der Kehre raus. Das braucht etwas Übung mit dem Timing und der Dosierung vom Gas. Wenn man es dann aber beherrscht, pfefferst Du die Kiste im Eiltempo um jede Kehre.

(... und wenn Du es kannst, kannst Du die Maschine gedrückt halten und sliden oder aufrichten und mit noch mehr Gas das Vorderrad lupfen)

Das Allerwichtigste ist jedoch, dabei die Ellenbogen locker hängen zu lassen, Hände entkrampft - sogar Links leicht geöffnet - am Lenker halten.
Der häufigste Fehler ist das Verkrampfen Arme/Hände - machen bestimmt 98% aller Fahrer - und tun sich dadurch schwer in den Kehren. Immer die Angst, was falsch zu machen, Mopped könnte umkippen, etc. Das ist leicht gesagt aber irgendwie schwer getan. Habe auch selbst ein paar Jahre Fahrpraxis und Renntrainings gebraucht. Bis ich den Trick raushatte, denn das Mopped fährt viel stabiler, wenn ich es sich in der Kurve selbst überlasse und mich dabei auf das Grüssen der anderen Moppedfahrer und Zuschauer konzentriere. Da mag jetzt der eine oder andere seine verbale Haubitze durchladen ... - nee, das Mopped fährt am besten, wenn der, der oben drauf sitzt, es nicht stört. Der Fahrer ist das störende Element! Also lasst das Mopped fahren und kümmert euch um euch selbst.

Damit das alles funktioniert, sollte man die Kurve und die Strecke danach schon vorher gecheckt haben; also vorher schon mal den Hang hoch, bzw. runter geblickt haben und den möglichen Gegenverkehr abchecken. Das alles in 5/10 Sekunden. Ist halt doof, wenn einem in der Kehre ein entgegenkommender Reisebus ins Gehege kommt. Der kann ja nicht anders, als die Kurve schneiden wegen seiner Länge und Radstand.
Auch sollte man vor jeder Kurve eine alternative "Not-Linienwahl" im Kopf haben und eine Reaktionsstrategie. Das verhindert Panik und einen Unfall.
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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon Bodo2009 » 05.07.2018, 08:43

Bergab Spitzkehre und die Arme locker lassen...Respekt.
und dann locker durch, nicht mit der HR-Bremse stabilisieren und dann, wenn gewollt noch sliden und anwheelen.....

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Re: Probleme in Spitzkehren

Beitragvon Serpel » 05.07.2018, 09:19

@Mavro: ThumbUP ThumbUP

Gruß
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